| ||||
|

Die Spanische Partie gehört zu den beliebtesten modernen offenen Eröffnungen unserer Zeit. Sie entsteht nach den Zügen: 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 und zeichnet sich die Komplexität und Vielfalt ihrer Systeme aus
Erstmalig erwähnt wurde sie schon im ersten gedruckten Schachbuch, einem Leitfaden des spanischen Schachspiels, geschrieben von Juan Lucena. Die erste genauere Untersuchung ging allerdings auf Ruy Lopez zurück - dies ist sicherlich der Grund dafür, dass die Spanische Partie im englisch-sprachigen Raum auch Ruy Lopez Opening genannt wird.

Lopez analysierte diese Eröffnung in seiner Arbeit "Buch über Findigkeit und Kunst im Schachspiel" und kam zu dem Schluß, dass 2. ... d6! die einzig richtige Antwort sei
, da 2. ... Sc6 durch 3. Lb5 widerlegt werde! Was nebenbei gesagt aus damaliger Sicht auch nicht verkehrt war, da nach 3. Lb5 als zwingend 3. ... Sge7 angesehen wurde.
Aus heutiger Sicht wissen wir natürlich, dass Schwarz sich vor 3. ... Lb5 nicht fürchten muß. Ihm stehen eine Vielzahl von Systemen und Varianten zur Verfügung. Die häufigsten Motive sind hierbei der Druck des Weißen auf den Bauern e5 nebst einer möglichen Expansion im Zentrum
. Dem Schwarzen steht zum Beispiel der Raumgewinn am Damenflügel als Ressource zur Verfügung. Hierzu muß er nur den Läufer vertreiben
. Aber, das sollte jeder Schwarzspieler wissen, der Raumgewinn am Damenflügel ermöglicht es dem Weißen, dort sein Gegenspiel aufzuziehen
.
Memory-Ecke
![]() |
|---|
In unserer Memory-Ecke findet ihr die Stellungen nebst Erklärung, die man sich bei dieser Eröffnung merken sollte. Am Ende kann man sich wie üblich auf dem Demo-Brett ein Beispiele vorspielen lassen.
Demobrett
| ||||
|
Verfasst von ChessCoach am 8. August 2010 - 9:35
ChessCoach's blog
Kommentar hinzufügen