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Spanische Partie - der Marshall Angriff

Der Marshall Angriff gehört zu den schärfsten und interessantesten Systemen der Spanischen Partie. Sein Namensgeber, Frank Marshall, trug dieses Gambit 1918 erstmalig in einer Partie gegen Capablanca vor. Angeblich hatte Marshall dieses Abspiel Jahre zuvor analysiert und geheim gehalten, um es gegen den jungen Cubaner Capablanca einsetzen zu können.

In der angesprochenen Partie fand allerdings Capablance die besten Fortsetzungen am Brett und konnte die Partie trotz der Neuerung gewinnen. Aber basierend auf der Erfahrung der letzten knapp hundert Jahre läßt sich eindeutig feststellen, dass der Marshall Angriff zu den besten Systemen aus Sicht des Schwarzspielers gehören!

Die Ausgangsstellung des Marshall Angriffs wird nach den Zügen: 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. 0-0 Le7 6. Te1 b5 7. Lb3 0-0 8. c3 d5 erreicht.

Mit seinem letzten Zug opfert der Schwarzspieler den Bauern auf e5 und erhält dafür exzellentes Figurenspiel im Zentrum und am Königsflügel. All seine Figuren können sich quasi a tempo entwickeln, während Weiß auf seinem unterentwickelten Damenflügel sitzen bleibt.

Auf Grund der weit ausanalysierten Theorie und des scharfen, taktischen Charakters dieses Systems versuchen viele Weißspieler, dem Marshall Angriff aus dem Weg zu gehen. Dafür gibt es zwei populäre Systeme:

Beide Systeme haben eine recht gute Erfolgsqoute von ca. 58%.

 

Memory-Ecke

In unserer Memory-Ecke findet ihr die Stellungen nebst Erklärung, die man sich bei dieser Eröffnung merken sollte. Am Ende kann man sich wie üblich auf dem Demo-Brett ein Beispiele vorspielen lassen.

 

Demobrett

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Verfasst von ChessCoach am 12. August 2010 - 17:11

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